Revolution

Endlich ist es geschehen, ich bin in die Ära der ebook-Reader eingetreten. Ich habe mich für einen Reader der Firma amazon entschieden. Der kindle ist die Version 3 seiner Art und mit dem Gerät, das in den USA verkauft wird, identisch. Das merkt man daran, dass die Benutzerführung teilweise auf englisch ist, aber vieles ist tatsächlich auch übersetzt.

Vorteil des Readers ist das sogenannte “e-Ink” Display. Im Gegensatz zu einem normalen Bildschirm, wie ihn zum Beispiel das iPad aufweist, ist es einer Buchseite sehr viel ähnlicher und reagiert dementsprechend auch genauso. Man benötigt z.B. immer eine externe Lichtquelle, weil der Bildschirm nicht von selbst leuchtet. Das macht es aber auch wesentlich einfacher, über längere Zeit am Bildschirm zu lesen, was bei einem iPad oder einem normalen Computermonitor auf Dauer doch größere Schwierigkeiten bereitet. Continue reading

Der Mythos vom “Paid Content”

Ein hochinteressanter Artikel stellt hier sechs Gründe dar, warum “Paid Content” nicht realisierbar ist. Und hat meines Erachtens Recht damit. Die Zeitungsbranche spürt zwar einen rauen Gegenwind, aber sie wird wohl kaum in der Lage sein, sich in einer Weise zusammenzuschließen, dass es wirklich keine Ausreisser gibt, die mit Gratis-Content und Werbefinanzierung Geld verdienen wollen. Die ökonomischen Gründe, die Markus Hoffmann hier anführt, sind ebenfalls nachvollziehbar.

Quelle: http://www.axel-springer-akademie.de/blog/2009/09/01/gastblog-paid-content-mein-deja-vu-erlebnis/

Die Frage ist, warum kommen diese Forderungen immer wieder? Aber die Antwort steckt auch im Artikel: Als sie zum ersten Mal kamen, war der erste Internetboom gerade an seinem Ende angekommen und die Online-Branche steckte in der Krise. Für Inhalte im Netz Geld zu verlangen, schien die Erlösung zu versprechen. Funktioniert hat das aber nicht. Und als mit dem Web 2.0 dann wieder Hoffnung in den Augen der Macher funkelte, ließ die nächste Krise natürlich nicht lange warten. Eine handfeste, internationale Krise ist es diesmal, die wieder nach Paid Content rufen lässt.

Ist es deswegen illusorisch, mit dem Web Geld verdienen zu wollen? Wohl kaum, das haben ja schon genug gezeigt, dass das geht. Und Platz für neue Ideen, ist da immer noch. Gefragt ist hier die Kreativität. Die erschöpft sich aber eben nicht darin, für alles Geld haben zu wollen. Man muss auch einen Gegenwert anbieten. Und wenn der gegeben ist, dann hat der Online-Konsument auch Interesse und ist bereit, den Geldbeutel zu öffnen.

Meine Meinung: So lange ich für den Eintritt in den Online-Shop bezahlen muss, steht mir halt weniger Geld für den Konsum zur Verfügung (muss ich schließlich in der realen Welt auch nicht). Da bezahle ich den Eintritt mit dem Produkt, das ich kaufe, das eben auch dazu da ist, die laufenden Betriebskosten des Ladenbesitzers zu decken. Im Internet ist das anders, da muss man schon dafür bezahlen, dass man überhaupt ins Netz hineinkommt. Eine große Hürde für große Gewinne im Web, auch wenn sie schon deutlich kleiner geworden ist.

Und was die ebooks angeht – so lange ich für ein Lesegerät solche Summen hinlegen muss, wird auch das ein Nischenmarkt bleiben. Mir  unverständlich, warum die Anbieter nicht drauf kommen, dass man den Leuten den Weg zu ihren Inhalten ebnen muss. Von alleine, werden nur die wenigsten kommen.

Für “Content” bezahlen?

“Content” ist englisch und bedeutet Inhalt. Und Inhalt ist das, was der Surfer sucht, wenn er das Internet bereist. Aber das ist kein Phänomen des Online-Zeitalters, sondern war schon immer so. Früher war es einfacher, da hat man den Content auf Papier gedruckt und entweder im Buchladen oder am Zeitungsstand verkauft. Wer ein Magazin oder eine Zeitung hatte, der versuchte denn auch, dem Leser einen besonderen Luxus zu verkaufen: Er brachte ihm alles direkt ins Haus und kassierte dafür eine Art “Flatrate”.

Ist das heute denn wirklich so anders? Der Spiegel berichtet online darüber, dass Rupert Murdoch jetzt die “Nase voll” hat von der Gratiskultur im Internet. Aber ist diese denn wirklich schon immer da gewesen, praktisch Gott gegeben? Ich behaupte: Nein. Das haben sich viele selbst zuzuschreiben und hängt auch ein wenig damit zusammen, dass es am Anfang nicht anders ging. Ein anderer Grund ist wahrscheinlich auch der, dass das Internet ursprünglich gar nichts kommerzielles war, sondern erst kommerzialisiert wurde. Und jetzt stehen viele vor diesem revolutionären Konstrukt, das ihnen das Geschäftsmodell verhagelte, und kriegen es nicht auf die Reihe, wie das passieren konnte. Und wie man das ändern kann.

Mal ehrlich: Will ich wirklich die Zeitung von heute mit den Nachrichten von gestern auf Papier ins Haus geliefert kriegen? Oder sind mir nicht die Nachrichten von heute in dem Moment, in dem sie passieren, viel lieber? Natürlich letzteres. Und glaubt wirklich einer “von denen”, dass der geneigte Netz-Benutzer nicht bereit wäre, dafür zu bezahlen? Continue reading

Ein Schritt in die richtige Richtung

Sony trennt sich von ihrem proprietären Format (ich finde das Wort immer noch irgendwie schrecklich) und steigt auf das offene epub-Format um. Das ist zwar offen, aber doch DRM-geschützt. Offen heißt in dem Fall: Offen für alle Plattformen, überall lauffähig, und damit nicht an den Hauseigenen eReader gebunden.

Das ist sehr mutig und sehr sympatisch. Und grenzt Sony klar von Amazon ab, die mit ihrem Kindle vielleicht den besseren, weil ausgereifteren, Reader präsentieren. Aber halt auch die DRM-verrammelten Downloads, die nur auf einem einzigen Gerät funktionieren.

Apple hat zwar gezeigt, dass so was auch funktionieren kann. Aber ob es das auf Dauer tut, ist noch nicht beantwortet. Und einige andere haben auch schon gezeigt, dass es eben nicht immer funktioniert. Für mich ist eines klar: Wenn ich mir einen Reader zulegen, dann nur einen, der offene Formate kann. Und wenn ich mir ein ebook kaufe, dann nur eines, das in einem Format vorliegt, das überall funktioniert. Continue reading

PR2500 fürs iPhone

Eine ganz neue Art von Lesegerät existiert mit dem iPod oder iPhone von Apple. Die neuen Ausgaben der Perry Rhodan Serie, funktionieren jetzt auch auf diesem Gerät, und wie Frank Borsch in seinem Blog “bloße Worte” schreibt, auch sehr gut.

http://www.blosse-worte.de/?p=593

Meine Meinung: Es ist gut, wenn die Romane auch auf anderen Wegen vertrieben werden. Und ein elektronisches Lesegerät, will ich schon lange haben. Früher habe ich gerne mit dem Palm herumprobiert, aber davon bin ich im Moment wieder abgekommen. Wenn man nicht ständig unterwegs ist, dann kann man gleich die richtigen Bücher lesen. Und die haben einen entscheidenden Vorteil: Ich zahle nur das Buch und brauche kein spezielles Lesegerät zu kaufen. Continue reading

Elektronische Bücher

Es scheint wie ein Widerspruch: ein Buch auf einen Computer laden und dort lesen. So hört man auch oft von denen, die gerne lesen, dass am Bildschirm lesen schrecklich sei. Es ermüdet schneller, als das Lesen in einem Buch und da ein Bildschirm auch aktiv strahlt, ist es natürlich auch kein Vergnügen, wirklich dicke Bücher und lange Texte dort zu lesen. Auch ist ein Buch immer noch die beste Form, um das, was man lesen will, mitzunehmen. Zumindest wenn es ein Taschenbuch ist, Hardcover können da schon eher belasten.
Diese Erfahrung mache ich immer wieder, wenn ich mal wieder für meine Firma auf Reisen gehe. Da ich das schon lange tue, suche ich auch schon lange nach einer Lösung dieses Problems. Trotzdem habe ich auf meinen Reisen immer ein paar Bücher oder Heftromane dabei, weil die leicht zu transportieren sind. Und lesen will ich, denn dort, wo ich hinreise, kann es auch sein, dass ich das Fernsehprogramm gar nicht erst verstehe. In Frankreich, im Ibis-Hotel in Vitré zum Beispiel, da gibt es nur wenige Sender, die nicht in französisch senden. Und diese Sprache ist mir noch nicht so geläufig, dass ich zum reinen Zeitvertreib auf französische Fernsehprogramme setzen kann. Zumal deren Programm dem geneigten Mitteleuropäer oft nicht so zusagt. Continue reading