Elektro-Autos?

Schön wäre es ja, wenn man mal wirklich zuverlässige und preiswerte Sprit-Alternativen kriegen würde. Also Alternativen, die dabei helfen, umweltfreundlich Auto zu fahren. Unserer Regierung muss man jedenfalls bescheinigen, dass sie nicht allzu viel dafür tut. Das zeigt auch und gerade die Abwrackprämie, die ja niemals daran gebunden war, irgendwelche Autos mit alternativem Antrieb zu kaufen. Im Gegenteil, die Mehrheit der Fahrzeuge, die damit abgesetzt wurden, waren Kleinwagen – nicht alle von deutschen Herstellern, wobei das zweitrangig ist, denn viele deutsche Zulieferer haben trotzdem provitiert von der Prämie.

Aber halt kaum Hersteller von Hybridmobilen.

Da mutet es schon grotesk an, dass die Herren von der großen Koalition jetzt so tun, als wäre niemals ein anderes Ziel gewesen, als die Elektro-Autos zu fördern. Wenn man sich den dazugehörigen Artikel auf Spiegel Online mal genauer durchliest, dann sieht man allerdings auch, wie halbherzig die Regierung da reagiert:

Quelle: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,643663,00.html

Aber das ist ja eigentlich ohnehin egal. Die denken ja immer noch, wir würden nicht merken, dass dieser Wahlkampf eine Farce ist. Auch damit, werden sie jedenfalls nicht erreichen, was man in Brasilien schon seit einiger Zeit kann. Da ist der Absatz von reinen Alkohol getriebenen Fahrzeugen oder Flexfuel Autos, die sowohl Benzin als auch Alkohol verwerten können bei den Neuverkäufen um die 30%, Alkohol kann an jeder Tankstelle höchstens für die Hälfte des Preises von Benzin eingekauft werden. Sicher eine Horrorvorstellung für die Koalition, die so natürlich einen Haufen Steuergelder verdienen.

Damit ist natürlich auch immer noch nichts über die wahre Energiebilanz ausgesagt, denn es ist auch klar, dass selbst die Alternativen nicht ausschließlich sauber sind. Denn Strom muss ja auch erst erzeugt werden, und das geschieht heutzutage vorwiegend in dreckigen Kohlekraftwerken, deren Energiebilanz auch eher katastrophal ausfällt. Oder wenn wir schon bei Alkohol sind – die Herstellung hat neben den Aspekten der Umwelt bei der Herstellung selbst ja ein Nahrungsmittel als grundlage. Das zu verfeuern, ist natürlich nicht unbedingt das Ziel. Vor allem dann nicht, wenn dieses Nahrungsmittel dadurch verteuert wird und gerade die ärmeren Schichten sich selbiges nicht mehr leisten können.

Da sind noch viel zu viele Fragen ungeklärt. Und so lange bleibe ich halt auch bei meinem Diesel, der die grüne Plakette gekriegt hat. Auch wenn das das Gegenteil von gefördert wird. Da, wo ich wohne, kann ich auf das Auto jedenfalls leider kaum verzichten.