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Alles kindle, oder was?

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, es geht hier nicht nur um amazon und den dort angebotenen kindle. Tatsache ist, dass ich in meinem bisherigen ebook-Leben mit dem kindle keyboard angefangen habe und danach zum kobo touch übergegangen bin. Der hat mir ausgezeichnet gefallen, aber hauptsächlich deswegen, weil der Bildschirm heller war, als der vom kindle. Die Möglichkeiten des kindle haben mich aber von Anfang an begeistert.

Worum es mir ging, war die Tatsache, dass ich meine Dateien auf mehreren Lesegeräten nutzen möchte. Das geht über die kindle App auch auf Smartphones oder Tablets. Wie genau, werde ich an anderer Stelle noch erklären. Wichtig dabei ist, dass die Dateien über alle Lesegeräte synchron gehalten werden. Das geht nur, wenn die Dateien letztendlich auf einem Server beim Anbieter gespeichert werden. kobo kann das zwar auch, hat aber einen Nachteil: Ich kann auf dem kobo keine eigenen Dateien verwenden. Ich kriege es zwar hin, meine eigenen Dateien per USB auf den kobo zu übertragen, mehr aber auch nicht.

Beim kindle geht aber noch mehr. Mit Hilfe eines Programms namens Calibre, kann ich die Dateien, sofern sie DRM-frei sind, in das gewünschte Format übertragen. Das bedeutet für amazon das sogenannte azw-Format, das beim Online-Buchhändler im Einsatz ist. Damit stehen sie praktisch gegen alle anderen, die auf das epub-Format setzen. Wenn ich die Datei nun umgewandelt habe, übertrage ich sie per WLAN und eine Email-Adresse an den Server von amazon. Zum Beispiel auch eine bei beam ebooks gekaufte Datei, die nur DRM-freie Bücher im Angebot haben, die man also legal mit Hilfe von Tools wie Calibre umwandeln darf.

Wenn die Datei dann auf dem Server von amazon  angekommen ist, kann ich sie wie jede amazon eigene Datei über Gerätegrenzen hinweg synchronisieren. Das unterstützt meinen persönliche Workflow am Besten und ist deswegen auch der Grund, warum ich mir den Paperwhite gekauft und den kobo touch verkauft habe. Das Gerät an sich ist toll, aber wenn der Anbieter die Kunden an seine eigenen Dateien binden will, dann hilft das auch nur bedingt. Und kobo ist da viel strikter, als amazon, aus den oben genannten Gründen.

Es wird hier aber künftig nicht einseitig um amazon und den kindle gehen, die Themen werden um einiges vielfältiger werden. Und auch die Werbung wird sich verändern, sobald ich kapiert habe, wie ich die Partnerprogramme von Seiten wie beam ebooks oder Weltbild eingebunden bekomme. Bis dahin ist es halt amazon, bei denen geht es momentan für mich am einfachsten.