Dschungelcamp: Günther ist raus

Ja, ich gebe es zu. Ich bin auch infiziert und kann mir leider nicht helfen, ich mag das Dschungelcamp. Jeden Abend sitze ich die letzten Tage da und schaue Sonja Zietlow und Dirk Bach dabei zu, wie sie ihre Späße über die armen Lagerinsassen machen.

Arm?

Wahrscheinlich nicht, schließlich wollen sie ja dort sein. Der Günther Kaufmann auch und meine Frau und ich waren eigentlich Fan von dem Günther. Auch wenn er überwiegend im Bett lag. Aber das war vielleicht sein Verhängnis, weiter kommen wohl nur die, die laut genug sind, um auch gehört zu werden.

Wie die Giulia Siegel. Die stänkert seit Tagen rum und wird als Belohnung von einer großen Menge gewählt. Eigentlich schlimm, dass die netten keine Chance kriegen.

Aber eigentlich ist es ja auch schlimm, dass man da erst mit Maden, Kakerlaken, Spinnen, Schlangen und sonstigen Insekten ankommen muss, damit das gemeine Fernsehvolk sich auch mal unterhalten fühlen kann. Trotzdem ist es wohl so, denn das Dschungelcamp ist ein Thema. Ein Thema, das mehr hergibt, als nur die Frage zu beantworten, wer wohl als erstes einschläft. Bei dieser Show schläft man nicht ein, da fiebert man irgendwie mit. Und mit Günther haben wir beide mitgefiebert.

Aber jetzt nicht mehr. Der Günther ist leider raus. Und damit ist die Show ein klein wenig weniger interessant. Denn leider ist die Stänkerei von Giulia vielleicht dazu geeignet, dass das Adrenalin steigt. Aber Spass macht das nicht unbedingt.

Das wird mich aber trotzdem nicht hindern, morgen wieder einzuschalten, wenn es heißt: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“.